Umweltschutzpreis 2026 - Wels Isst gesund
Auch dieses Jahr nahm das Brucknergymnasium wieder am Projekt des Welser Umweltschutzpreises zum Thema: „Wels isst“ teil. Im Rahmen der beteiligten Unterrichtsfächer setzten sich die Schüler*innen intensiv und auf vielfältige Weise mit den Themen Nachhaltigkeit, Konsum und Umweltbewusstsein auseinander. Durch unterschiedliche Projekte, kreative Arbeiten und praktische Erfahrungen konnten die Jugendlichen wichtige Einblicke in einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen gewinnen. Dabei standen sowohl die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten als auch das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz im Mittelpunkt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der aktiven Mitarbeit der Schüler*innen. So entwickelte die Klasse 4NA einen umfangreichen Fragebogen, mit dem Schüler*innen, Eltern sowie Lehrer*innen zu ihrem Konsumverhalten, ihrem Wissen über Nachhaltigkeit und ihrem Umgang mit Lebensmitteln befragt wurden. Die gesammelten Daten wurden anschließend ausgewertet und analysiert. Aufbauend auf diesen Ergebnissen entstanden mehrere Podcasts, die im Medien Kulturhaus produziert wurden. In diesen Beiträgen setzten sich die Schüler*innen mit häufigen Fehlvorstellungen und Missverständnissen rund um nachhaltigen Konsum und Lebensmittelverschwendung auseinander. Ziel der Podcasts war es, Informationen verständlich aufzubereiten, zum Nachdenken anzuregen und Bewusstsein für die Auswirkungen des eigenen Handelns zu schaffen.
Auch das Thema Lebensmittelverschwendung spielte eine zentrale Rolle. Gemeinsam wurde gekocht und dabei bewusst darauf geachtet, Lebensmittel möglichst nachhaltig zu nutzen. Verarbeitet wurden vor allem überschüssige, bereits abgelaufene oder grenzwertige Lebensmittel, die oftmals vorschnell entsorgt werden, obwohl sie noch genießbar sind. Die Schüler*innen lernten dadurch nicht nur kreative Möglichkeiten der Resteverwertung kennen, sondern beschäftigten sich auch mit der Frage, wie jede und jeder Einzelne im Alltag Lebensmittelverschwendung reduzieren kann. Ergänzend dazu gestalteten die Schüler*innen informative Plakate, die im Schulgebäude aufgehängt wurden und Mitschüler*innen über nachhaltigen Konsum sowie den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln informieren sollen.
Im CBE- sowie im KUG-Unterricht wurde das Thema Nachhaltigkeit kreativ aufgegriffen. Dabei entstanden unterschiedliche Werke zum Thema Greenwashing sowie Assemblagen unter dem Motto „Du bist, was du isst“. Die Schüler*innen setzten sich kritisch mit Werbung, Konsumverhalten und den Auswirkungen der Lebensmittelindustrie auseinander. Besonders spannend war dabei die Frage, wie Unternehmen Nachhaltigkeit oft gezielt als Werbestrategie einsetzen und wie Konsumentinnen bewusster mit solchen Botschaften umgehen können. Die kreativen Arbeiten regten zum Nachdenken an und machten sichtbar, wie eng Konsum, Umwelt und Gesellschaft miteinander verbunden sind.
Darüber hinaus wurde im Rahmen der Laborarbeit im Schulgarten besonderes Augenmerk auf regionale und saisonale Gemüsesorten gelegt. Die Schüler*innen lernten verschiedene Pflanzen und deren Anbau kennen und beschäftigten sich mit der Bedeutung regionaler Lebensmittel für Umwelt und Klima. Dabei wurde deutlich, welche Vorteile kurze Transportwege, saisonaler Konsum und regionale Produktion für Nachhaltigkeit und Klimaschutz haben. Durch die praktische Arbeit im Schulgarten konnten die Jugendlichen außerdem direkte Erfahrungen im Umgang mit Pflanzen sammeln und ein besseres Verständnis für die Herkunft unserer Lebensmittel entwickeln.
Die unterschiedlichen Projekte zeigten, wie vielseitig Nachhaltigkeit im Schulalltag thematisiert werden kann. Gleichzeitig wurde den Schüler*innen vermittelt, dass bereits kleine Veränderungen im Alltag einen wichtigen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten können.